Rückblick: Tag der Verfahrensvielfalt am 18.7.26 an der Uni Köln

Auf Initiative der Arbeitsgruppe im Gesprächskreis II, die Manfred Thielen 2023 gegründet hat, fand am 18.7. an der Uni Köln der erste „Tag der Verfahrensvielfalt“ für die Psychotherapiestudent*innen deutschlandweit statt. Er war mit ca. 125 Student*innen ausgebucht und ein großer Erfolg.

Viele Student*innen konnten zum ersten Mal die vier Grundorientierungen – V.T., Psychodynamische Therapie, Systemische Therapie und Humanistische Grundorientierung – live kennenlernen. An den Universitäten und Hochschulen dominiert eindeutig die Verhaltenstherapie.

Die PsyFaKo (Psychotherapiefachschaftskonferenz), die den Tag mit gestaltet und mit organisiert hat, schrieb heute:

"Liebe Alle,

Danke, dass wir als PsyFaKo euch beim Tag der Verfahrensvielfalt begleiten durften. Die Resonanz der Studierenden hat auch gezeigt, dass der Tag ein großer Erfolg war."

Viele Student*innen haben die Humanistische Grundorientierung zum ersten Mal live erlebt. Eine Schauspielstudentin hat einen Angstfall gespielt und Eva Wittkuhn von den Systemiker*innen, Prof. Dr. E.L. Brakemeier für die V.T., ich für die HPT und Prof. Ehrenthal für die Psychodyamische Therapie haben jeweils 15 Minuten ihren Ansatz demonstriert. Und danach gab es noch eine interessante Diskussion.

Danach hatte jede Grundorientierung 3 Workshops, da die Gesprächspsychotherapie/Personzentriert- Experienzielle Psychotherapie zwar Teil der Humanistischen Grundorientierung aber ein eigenes Verfahren ist, bekamen sie auch 3 Workshops, d.h. die Humanisten waren mit 6 (!) Workshops vertreten.

Von der AGHPT haben Karl-Heinz die Transaktionsanalyse, ich die Körperpsychotherapie und Rolf Heinzmann die Gestalttherapie demonstriert. Auch bei den Workshops war das Feedback sehr positiv.

Beim Abschlussplenum war die Stimmung der Student*innen positiv, z.T. auch euphorisiert, der Tenor war deutlich, dass sie mehr Verfahrensvielfalt im Studium wollen. Und wir haben die berechtigte Hoffnung, dass sie sich an ihrer Uni dafür einsetzen werden.

Berufspolitisch sehr wichtig war noch die Tatsache, dass die Veranstaltung nicht nur von der Uni Köln sondern auch von der (eher konservativen) DGPs unterstützt wurde. Das ist vor allem auf das Engagement von Prof. Eva-Lotte Brakemeier (Uni Greifswald) und Prof. Matthias Sperl (Uni Siegen, z.Z. Marburg) zurückzuführen, die sich auch in ihrem Verband tatkräftig für sie eingesetzt haben.

Die Stimmung unter den Mitveranstalter*innen war sehr positiv bis euphorisch, z.B. meinte Prof. Ehrenthal, dass es die Auftaktveranstaltung für die nächsten Jahre gewesen sei, in dem Sinne, dass jedes Jahr ein Tag der Verfahrensvielfalt stattfinden soll.

Am Schluss wurden Johannes Ehrenthal, Heiko Westerburg (Moderator, Uni Köln) und ich als Initiator der Veranstaltung mit einem Geschenk von Matthias Sperl für die DGPs besonders geehrt.

Zur AGHPT:

Neuer Newsletter der AGHPT (Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie) in derem Verband die DGK Mitglied ist:

Die AGHPT gibt ab sofort den Newsletters „AGHPT inside“ heraus. Freut Euch auf spannende Einblicke in die aktuelle Arbeit der AGHPT: Unter anderem berichtet der letzte Newsletter von Anfang Juni über die Fachtagung im Februar 2026 in Berlin, Jürgen Kriz kommt in einem Interview zu Wort  und es wird über Entwicklungen der Humanistischen Psychotherapie in Österreich informiert. Darüber hinaus werden neue Mitglieder vorgestellt und Hinweise zu Veranstaltungen und Engagementmöglichkeiten gegeben.

Wenn Ihr den Newsletter direkt erhalten möchtet, könnt Ihr Euch hier anmelden:
https://aghpt.de/newsletter/

Die AGHPT hat zudem ein neues Intervisionsangebot ins Leben gerufen. Das Angebot richtet sich an Kolleg*innen, die eine Ausbildung in Humanistischer Psychotherapie/Beratung absolviert haben und soll einen lebendigen, geschützten Raum für unseren fachlichen Austausch bieten.

Hier sind die wichtigsten Eckdaten:

Ÿ Was: Intervisionsgruppe für Humanistische Psychotherapie & Beratung

ŸFür wen: z.B. Psychotherapeut*innen, Berater*innen, Heilpraktiker*innen Psychotherapie

ŸWann: Alle 4 - 6 Wochen für jeweils 2 bis 2,5 Stunden

ŸWo: Online via Zoom

Anmeldung:

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