Internationale EABP-Kongresse
Die EABP-Kongresse sind die zentralen Fachtagungen der europäischen Gesellschaft für Körperpsychotherapie (dem europäischen Dachverband der DGK). Sie finden alle zwei Jahre statt, jeweils in einem anderen Land und getragen vom nationalen Verband vor Ort.
Auf dem Programm stehen immer Keynote-Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops zu den verschiedenen Verfahren und Methoden der Körperpsychotherapie. Diese werden ergänzt um ein Science & Research Symposium zum aktuellen Forschungsstand. Für Mitglieder der EABP gelten ermäßigte Teilnahmegebühren; weitere Ermäßigungen gibt es für Teilnehmende aus Ländern mit niedrigerem Einkommensniveau.
Der nächste EABP-Kongress findet
vom 7. bis 10. September 2028
in Salerno, Italien, statt.
Nähere Infos folgen.
Rückblick:
Körperpsychotherapie im Dialog – Rückblick auf den EABP-Kongress 2026 in Cork/Irland.
Vom 3. bis 6. September 2026 fand im irischen Cork der 19. Internationale Kongress der European Association for Body Psychotherapy (EABP) statt. Unter dem Titel „Body Psychotherapy on the Edge – Moving through Polarities“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie Körperpsychotherapie mit Spannungsfeldern, Grenzen und Veränderungen umgehen kann – in der therapeutischen Arbeit ebenso wie in einer sich wandelnden Gesellschaft.
Die acht Keynote-Speaker repräsentierten ein breites Spektrum körperpsychotherapeutischer Ansätze: Babette Rothschild, bekannt für ihre Arbeiten zur körperorientierten Traumatherapie, und Steve Hoskinson, Begründer von Organic Intelligence®, standen für unterschiedliche Perspektiven auf Trauma und Entwicklung. Nick Totton brachte seinen Hintergrund in verkörperter Beziehungsgestaltung und Wild Therapy ein, María Paz Cardín García ihre Erfahrung in Biosynthese und Bioenergetischer Analyse. Marian Dunlea verband mit BodyDreaming® somatische Arbeit und jungianische Psychologie. Christiane Lewin repräsentierte die Biodynamische Psychotherapie, Thomas Harms die körper- und bindungsorientierte Arbeit mit Eltern und Babys. Tricia Healy ergänzte das Spektrum durch ihre langjährige Tätigkeit in der Begleitung am Lebensende.
Die sechs Panels griffen grundlegende und zugleich aktuelle Themen auf: Geschichten, Mythen und ihre Bedeutung; Trauma und Freiheit; Tod und Geburt; Lust und Sexualität; Angst, Integrität und kontroverse Fragen sowie die Zukunft der Körperpsychotherapie. Besonders die Auseinandersetzung mit Sexualität und mit den zukünftigen Aufgaben unseres Fachs eröffnete Raum für klinische, ethische und gesellschaftliche Perspektiven. Erfahrungsorientierte Workshops und ein Science & Research Symposium ergänzten das Programm und verbanden praktische Arbeit mit wissenschaftlicher Reflexion.
Auch Begegnung und Gemeinschaft hatten ihren festen Platz: Welcome Drinks, ein irischer Céilí-Tanzabend und das gemeinsame Kongressdinner boten Gelegenheit, Gespräche außerhalb der Vortragsräume fortzuführen und internationale Kontakte zu vertiefen. Dieser Rahmen verband fachlichen Austausch mit Bewegung, Kultur und persönlicher Begegnung.
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